Arbeiten im Startup – Vor- und Nachteile

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Arbeiten im Startup – Vor- und Nachteile

Startups sind momentan total angesagt: TV Formate wie Höhle der Löwen oder auch die Food Truck Challenge Karawane der Köche erzielen spitzenmäßige Einschaltquoten. Viele junge und begeisterte Jobnewcomer wollen aber nicht nur gucken, sondern auch tatsächlich (mit-) anfassen. Arbeiten im Startup, sich selbst verwirklichen und etwas bewegen. Doch das liegt leider nicht jedem, der auf der Suche nach einem Nebenjob oder dem ersten Schritt auf dem Arbeitsmarkt ist. Was sind die Vorteile, in einem jungen Unternehmen zu arbeiten – und wo liegen auch die Nachteile beim Arbeiten im Startup?

Arbeiten im Startup: Damit kannst du rechnen!

Wenn du tatsächlich in einem Startup starten möchtest, warten eine Menge Herausforderungen an dich. Du solltest dir aber auch der Anforderungen bewusst sein, die an dich gestellt werden. Aber natürlich gibt eine Menge Vorteile gegenüber der Arbeit in einem alteingesessenen Unternehmen.

#1: Du kannst tatsächlich etwas bewegen: Viel Verantwortung und Entscheidungsgewalt!

Die allermeisten Startups sind frisch dabei und es gibt viel zu tun. Auch den Neulingen im Team wird dabei direkt eine Menge anvertraut! Das bedeutet, dass du natürlich von Beginn an auch Verantwortung trägst. Diese Chance, aktiv an der Gestaltung eines Unternehmens mitzuwirken, ist verlockend und bietet dir Erfahrungen, die du in großen etablierten Unternehmen niemals machen könntest.

#2: Flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege!

In Startups herrscht meist eine ganz eigene Stimmung. Man versteht sich als Team: Alle profitieren direkt voneinander und die Hierarchien sind dementsprechend flach. Alle Mitarbeiter sollten gleichgestellt sein – nur die Gründer haben natürlich das letzte Wort bei wegweisenden Entscheidungen. Wenn du aber Fragen hast, ist es beim Arbeiten im Startup auch nicht schwer. Die Gründer sitzen meistens im selben Büro und freuen sich über gute Ideen, Fragen oder Vorschläge. Nur damit entwickelt sich das Startup weiter!

#3: Deine Arbeit wird wertgeschätzt!

Teams in Startups sind klein und halten zusammen. Man kennt sich – und zählt natürlich auf dich! Dazu gehört auch das Feedback zu deiner Arbeit. In großen Konzernen bist du nur ein winziges Zahnrad, das leicht ausgetauscht werden kann. Im Startup bist du schnell nicht mehr wegzudenken!

#4: Schneller Aufstieg bei Erfolg!

Im Startup kannst du schnell aufsteigen, wenn das Unternehmen wächst. Wer von Anfang dabei ist und gute Arbeit abliefert, kann auch darauf bauen, weiter Verantwortung tragen zu dürfen. Bewährte Kräfte lässt man nicht so schnell fallen. Wenn du dir einmal das Vertrauen erarbeitet hast und das Unternehmen wächst, kannst du daraufsetzen, auch aufzusteigen.

#5: Team ist nicht nur ein Wort!

Arbeitet man im kleineren Kreis, schätzen dich die anderen auch als Person: Du bist wirklich fester Teil des Teams. Und das Team wird in den allermeisten Startups sehr groß geschrieben. Events und gemeinsame Aktivitäten abseits des Berufsalltags, die bei großen etablierten Unternehmen vielleicht einmal beim Mitarbeiterausflug stattfinden, sind im Startup-Leben Alltag. Es ist eine Mentalität: Man arbeitet zusammen – also lebt man auch einen Großteil der Zeit zusammen. Dabei sollte man Spaß haben: Zusammen essen gehen oder kochen, Kickern oder das gemeinsame After-Work-Bier gehören in vielen jungen Unternehmen einfach mit dazu.

Arbeiten im Startup: Die Schattenseiten

Doch auch in Startups gibt es Licht und Schatten und natürlich gibt es auch Nachteile für dich, wenn du in einem Startup anheuerst. Nicht jedem liegt ein Job im Startup-Business!

#1: Du hast weniger Sicherheit!

Bei Startups kann es schnell nach oben, aber auch rasant wieder nach unten gehen! Das kann viele verschiedene Gründe haben. Für dich als Arbeitnehmer bedeutet das, dass du weniger Sicherheit hast, als es bei großen etablierten Unternehmen der Fall wäre. Wenn das Startup scheiterst, kannst du von einem zum anderen Tag vor dem nichts stehen. Das muss dir bewusst sein, wenn du in Betracht ziehst, in einem Startup zu arbeiten.

#2: Dein Gehalt ist meist nicht üppig!

Schnelle Entwicklungen zeichnen das Arbeiten im Startup aus: Die Gründer können, gerade was die Gehälter der Mitarbeiter angeht, deshalb nur sehr schwierig planen – und zahlen deshalb lieber nur vorsichtig höhere Gehälter. Und auch Gehaltsausfälle können vorkommen. Überstunden, auch unbezahlt, gehören in den allermeisten Startups mit dazu: Das Ergebnis und das Erfolg des Unternehmens zählen! Von geregelten Arbeitszeiten sollte man sich also besser verabschieden.

#3: Großer Druck, erfolgreich zu sein!

Der Druck der Gründer, schnell mit dem Startup erfolgreich durchzustarten, ist entsprechend groß. Viele blühen unter großem Druck auf und können die besten Leistungen abrufen – doch das liegt nicht allen. Wer Stress fürchtet und wem Multitasking überhaupt nicht liegt, ist in Startups leider oft fehl am Platz.

#4: Die Konkurrenz ist groß!

Dadurch, dass Arbeiten im Startup immer beliebter wird, ist die Konkurrenz bei Bewerbungen oft sehr groß. Du musst dich deshalb direkt gut verkaufen und vor allem im Vorstellungsgespräch überzeugen. Viele Startups, die international durchstarten wollen, verlangen bereits Bewerbungen auf Englisch. Darauf solltest du dich einstellen!

#5: Nur Teamplayer sind erwünscht!

Beim Arbeiten im Startup kommt es, wie oben bereits beschrieben, auf das Team an. Alles muss ineinandergreifen und alle Mitarbeiter müssen miteinander klarkommen. Passt ein Teammitglied nicht dazu, hat das ganze Startup ein Problem: Ego-Shows sind nicht angesagt! Wenn du nicht mit der Mentalität des Teams harmonierst, wirst du vermutlich nicht glücklich werden.

#6: Keine festen Strukturen vorhanden!

Das Unternehmen ist jung! Wenn du dich in ein gemachtes Nest setzen willst, bist du im Startup meist nicht richtig. Hier müssen Strukturen und Abläufe erst geschaffen werden – und genau daran liegt auch der Reiz: Du kannst selbst festlegen, wie ihr erfolgreich zusammenarbeiten könnt und gemeinsam das große Ziel erreicht: Der Erfolg des Unternehmens.

Fazit:

Unser Tipp: Wenn du dir vorstellen kannst, in einem jungen Unternehmen Erfahrungen zu sammeln, kannst du das ganz einfach testen! Wenn deine Bewerbung erfolgreich war, kannst du sicher ein paar Probearbeitstage vereinbaren. Deine potenziellen Kollegen können sehen, ob du dazu passt und wie deine Arbeit ist – und du findest heraus, ob das Arbeiten im Startup etwas für dich ist: Eine Win-Win-Situation!

Informationen zum Autor

Lea Barge

Lea Barge

Lea ist Jr. Online Marketing Managerin bei richtiggutbewerben.de. Sie kümmert sich im Bereich des Online Marketings überwiegend um Content Projekte wie z.B. die Betreuung des firmeneigenen Blogs oder die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie Startstories.