„Was wurde aus Interview“ mit Max Wittrock, Mit-Gründer von mymuesli

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Startstories: „Was wurde aus Interview“ mit Max Wittrock, Mit-Gründer von mymuesli

Bei mymuesli kannst du ganz einfach „dein persönliches Lieblingsmüsli“ zusammenstellen. Schon 2012 haben wir ein erstes Interview mit Max Wittrock, einem der Gründer von mymuesli, führen können. Schon damals war das Passauer Startup mymuesli extrem erfolgreich. Jetzt gibt es viele neue Entwicklungen zu berichten.

Wir hatten euch vor knapp vier Jahren schon einmal im Interview. Das ist natürlich eine verdammt lange Zeit. Könnt ihr kurz zusammenfassen, was seitdem wichtiges passiert ist?

Max Wittrock: „Wir sind vor allem viel mehr Leute geworden, außerdem haben wir tatsächlich weitere mymuesli-Läden eröffnet, vor vier Jahren war ja noch nicht klar, dass das mal so ein großer Kanal werden würde: 40 gibt es mittlerweile, Ende des Jahres werden es vermutlich 50 sein. Seit dem letzten Interview haben wir vor allem eine Menge gelernt, denke ich, sind erwachsener geworden.“

Was waren in dieser Zeit die größten Herausforderungen für euch und welche Dinge haben sich überhaupt nicht so entwickelt, wie ihr es geplant hattet?

Max Wittrock: „Das Wachstum allgemein war und ist für uns als Team eine sehr große Herausforderung. Da wir sehr vorsichtig, sehr flexibel in die Zukunft blicken hat uns auch kein Ereignis völlig überrannt.“

Mit mehr als 600 Mitarbeitern und fast zehnjährigem Bestehen ist mymuesli mittlerweile eher ein etabliertes mittelständisches Unternehmen als ein Startup. Könnt ihr im Tagesgeschäft euren Gründergeist überhaupt noch ausleben?

Max Wittrock: „Klar, die Zahl der Mitarbeiter alleine und das Alter eines Unternehmens sagen meines Erachtens wenig über die Agilität aus. Klar wird es schwieriger, alle gleichzeitig mitzunehmen und Infos gut zu verteilen. Aber die Lernkurve ist steil.“

Ihr habt eure Produktpallete immer weiter ergänzt, zum Beispiel mit Tee oder Kaffee. Wollt ihr auch in Zukunft neue Produkte auf den Markt bringen?

Max Wittrock: „Klar wollen wir uns ständig weiterentwickeln, aber welche Produkte die Zukunft bringen wird, wird man sehen. Es gibt auf jeden Fall viele Ideen.“

Worin seht ihr die Stärke von mymuesli? Theoretisch könnten ja andere Anbieter das Konzept, Müslis individuell vom Kunden zusammenstellen zu lassen, leicht kopieren.

Max Wittrock: „Da muss man wahrscheinlich auch Externe fragen, da ich ja einen sehr subjektiven Blick auf mymuesli habe: Doch wir haben ein hervorragendes Team und ein gutes Produkt. Und sind ehrgeizig und bereit, uns oft zu verändern. Das dürften einige der Stärken sein.“

In immer mehr Städten kann man mittlerweile auch mymuesli-Stores finden. Warum seid ihr den Weg vom Online-Unternehmen zum normalen Ladengeschäft gegangen?

Max Wittrock: „Das war anfangs eher Zufall und ein Experiment, aber glücklicherweise haben wir uns darauf eingelassen.“

Vor Kurzem wurde bekannt, dass ihr in Passau, eurem Hauptsitz, ein großes Areal erworben habt, um weiter expandieren zu können. Das Herz von mymuesli bleibt also auch in Zukunft in Niederbayern? Was hat euch dazu bewogen?

Max Wittrock: „Man muss die Situation vor Ort ein bisschen kennen, den auf besagtem Areal sind wir ja schon lange zu Hause. Mit dem Kauf haben wir nun Planungssicherheit für die Zukunft.“

Mit GENUI Partners habt ihr euch in diesem Jahr einen Investor an Bord geholt, der 30 Prozent von mymuesli hält. Was versprecht ihr euch davon?

Max Wittrock: Wir möchten den bestehenden Wachstums-Kurs fortsetzen und gemeinsam zum Beispiel die Internationalisierung und das Store-Wachstum vorantreiben. Auch der Ausbau der Produktion steht an. Uns und GENUI wird es sicher nicht langweilig bei mymuesli.“

Ihr expandiert mittlerweile auch immer stärker ins Ausland. Seht ihr die Zukunft von mymuesli eher im deutschen Markt oder aber international?

Max Wittrock: „Die Kombination wird entscheidend sein. Aber lassen wir uns überraschen, wie sich die einzelnen Märkte entwickeln.“

Welchen Rat würdet ihr Gründern in Deutschland geben, die gerade damit beginnen, ihre Idee in die Tat umzusetzen?

Max Wittrock: „Schwierige Frage, aber zwei Dinge sind denke ich wichtig: Glaubt an Eure Ideen, auch die verrückten, und lasst Geld nicht Eure Motivation zum Gründen sein.“

Informationen zum Autor

Hannes Jarisch

Hannes ist Redakteur bei Startstories. Seine Brötchen verdient er als Online Entrepreneur und Blogger. Er besitzt einen Master in BWL und einen Bachelor in Politikwissenschaft.

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