SEO-Tools – Die meistgenutzten SEO Programme im Vergleich

Wenn du deine Webseite betreibst, wirst du um SEO nicht herumkommen. Dabei ist Suchmaschinenoptimierung keinesfalls ein unverständliches „Buch mit sieben Siegeln“ – Die Nutzung einer SEO Software ist aber dennoch wichtig, um den Überblick zu behalten. Hier findest du eine kurze Vorstellung der meistgenutzten Programme.

Warum überhaupt SEO?

SEO steht für „Search Engine Optimization“, auf Deutsch also Suchmaschinenoptimierung. Es geht hierbei darum, deine Website möglichst weit oben in den organischen Suchergebnissen zu platzieren. Wenn du für relevante Suchanfragen der Nutzer rankst, dann bekommst du kostenlos Besucher und potentielle Kunden auf deine Seite.

Und genau das ist der Traum vieler Startups und Gründer. Um SEO ranken sich dabei zahlreiche Mythen. Allerdings sollte es mit etwas Übung und Einarbeitung kein Problem sein, mit der Suchmaschinenoptimierung zu starten.

Was bedeutet Suchmaschinenoptimierung?

Jede Suchmaschine möchte den eigenen Nutzern für eine Suchanfrage die relevantesten Ergebnisse anzeigen. Dafür kommt ein Algorithmus zum Einsatz, der aus einer Vielzahl von Ranking Faktoren die Webseiten ermittelt, die am interessantesten für den User sein könnten. Die beste Seite wird also auf Platz 1 ranken.

Jede Suchmaschine verwendet dabei ihren eigenen Algorithmus. In Deutschland spielt aktuell aber Google eine so dominante Rolle, dass du die anderen Suchmaschinen wie Bing erst einmal vernachlässigen kannst. Google selbst gibt keine Auskunft darüber, wie genau sich der Suchalgorithmus zusammensetzt. Durch die Erfahrung vieler Webmaster und gezielte Experimente hat man aber mittlereile eine ungefähre Idee davon, wie wichtig einzelne Ranking-Faktoren sind.

Was sind wichtige Ranking-Faktoren?

Der Google Algorithmus versucht, die besten Suchergebnisse für eine Suchanfrage zu finden. Da der Algorithmus eine Webseite noch nicht so gut wie ein menschlicher User verstehen kann, greift er dabei auf Ranking-Faktoren als Hilfsmittel zurück. Durch diese Faktoren wird dann die Relevanz einer Seite für eine Suchanfrage bestimmt.

Wichtige Rankingfaktoren sind beispielsweise:

  • Der Content auf einer Seite
  • Die Backlinks, die auf die Seite zeigen
  • Die internen Links auf der Seite
  • Die Ladedauer der Seite

Grundsätzlich sind Ranking-Faktoren entweder „On Page“, dann sind sie direkt auf deiner Seite zu finden, oder „Off Page“. Die Relevanz des Contents auf einer Seite ergibt sich durch die Behandlung entsprechender Themen, die der Algorithmus zum Beispiel durch eine WDF*IDF Analyse erkennen kann.

Backlinks wirken als eine Art Empfehlung des Contents durch andere Seiten. Interne Links wiederum geben einen Hinweis darauf, wie wichtig der Content innerhalb der Seite ist. Ist der User auf der Seite, möchte er natürlich auch, dass diese technisch einwandfrei funktioniert. Dazu gehört auch eine kurze Ladedauer.

Daneben gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Rankingfaktoren. Mehr Infos dazu findest du zum Beispiel bei Searchmetrics.

SEO Tools sollen dir jetzt dabei helfen, möglichst viele Ranking-Faktoren für deine Seite zu optimieren. Mittlerweile gibt es dabei viele unterschiedliche Programme, die sich in ihrem Leistungsumfang und ihrem Preis unterscheiden.

Häufig genutzte SEO-Tools

Im Folgenden findest du eine Auswahl aus den meist genutzten Programmen. Dabei spielt die Reihenfolge in der Nennung keine Rolle, stattdessen verfügt jede SEO Software über spezielle Funktionen. Wenn du gerade mit der Suchmaschinenoptimierung startest, dann solltest du dir einfach eine Reihe von Programmen genauer anschauen. Meistens ist es möglich, diese kostenlos zu testen.

OnPage.org

Bei OnPage.org handelt es sich um ein deutsches SEO Tool, welches vor allem im Bereich der OnPage-Analyse umfangreiche Funktionen bietet. Dazu gehört beispielsweise die Analyse interner Links oder ein WDF*IDF Tool, mit welchem die Relevanz von Content für bestimmte Suchanfragen festgestellt und optimiert werden kann.

Im Bereich Off Page fehlen bei OnPage.org ein paar Funktionen wie beispielsweise eine Keyword-Recherche. Trotzdem ist das Tool eines der meistgenutzten SEO Programme und auf jeden Fall einen Blick wert. Für den Einstieg werden auch Tutorials angeboten, die hier natürlich auf Deutsch verfügbar sind. OnPage.org bietet eine kostenlose Version mit eingeschränktem Funktionsumfang an. Ansonsten liegt der Preis bei mindestens 100 Euro im Monat.

Sistrix Toolbox

Auch Sistrix ist ein umfassendes SEO Tool, welches sich großer Beliebtheit erfreut. Seine Stärken spielt es unter anderem im Off Page-Bereich aus. Spannend ist vor allem der Sichtbarkeitsindex. Für die umfangreichen Funktionen werden ebenfalls Tutorials angeboten. Sistrix hat einen deutschen Standort und bietet Hilfe in deutscher Sprache an. Je nachdem, wie viel Funktionen man nutzen möchte, werden für die Sistrix Toolbox ebenfalls mindestens 100 Euro im Monat fällig.

Mit Sistrix Smart gibt es aber auch ein kostenloses Angebot mit einem kleineren Funktionsumfang. Gerade, wenn du noch nie ein SEO Tool genutzt hast, kannst du hier schon viele Optimierungsmaßnahmen für deine Webseite herausfinden.

Xovi

Auch Xovi ist ein deutsches SEO Tool und verfügt damit über Support in deutscher Sprache. Neben den grundlgenden Funktionen für die Off Page- und On Page-Analyse liegt ein Schwerpunkt bei den Funktionen bei der Analyse von SEA, also Search Engine Advertising, und Funktionen für Affiliates. So lässt sich mit Xovi beispielsweise analysieren, welche Affiliate Programme die Konkurrenz auf ihren Seiten nutzt. Die Xovi Academy erklärt die Funktionsweise der Software.

Leider bietet Xovi keine kostenlose Version des Programms an. Dafür kann man das Tool 14 Tage kostenlos testen. Im Anschluss werden mindestens 99 Euro pro Monat fällig.

Semrush

Mit Semrush gibt es eine weitere Option für ein international aufgestelltes SEO Tool. Dabei überzeugt dieser Anbieter vor allem im Bereich der Off Page-Optimierung. Mit Semrush hast du beispielsweise umfangreiche Möglichkeiten, um deine Konkurrenz zu analysieren.

Auch Aktivitäten in Sozialen Netzwerken lassen sich zielgerichtet planen und umsetzen. Im Bereich On Page, zum Beispiel bei der Erstellung von Content, der gut bei Google rankt, gibt es aber teilweise umfangreichere Tools bei der Konkurrenz.

Preislich beginnt man bei 100 Dollar im Monat, beziehungsweise 1000 Dollar im Jahr. Du kannst aber für den Start auch einfach den Namen deiner Seite oder eines Konkurrenten bei Semrush eingeben und bekommst direkt ohne Anmeldung verschiedene Daten zu einzelnen Ranking-Faktoren präsentiert. Dazu gehören zum Beispiel eine Analyse deiner Konkurrenz und deine besten Keywords. Hier kannst du einfach mal ein bisschen umherklicken und somit ein Gefühl für ein SEO Programm bekommen. Die Seite selbst ist teilweise auf Deutsch verfügbar. Der Support Bereich ist allerdings auf Englisch.

MOZ

Eine weitere SEO Toolbox aus Amerika mit einem riesigen Funktionsumfang. Auswertungen sind sowohl im On Page-, als auch im Off Page-Bereich detailliert möglich. Die Fülle an Möglichkeiten kann einem vor allem hier am Anfang erschlagen. MOZ bietet einen umfangreichen Hilfe Bereich an, der allerdings nur in englischer Sprache verfügbar ist.

Das sehr gute Gesamtbild wird durch ein paar Details getrübt. Für eine detaillierte Auswertung deines Contents musst du zum Beispiel das Tool „Moz Content“ zusätzlich zum schon kostenpflichtigen Programm dazu buchen.

Übersichtlich und trotzdem mit vielen Funktionen ausgestattet ist das Keyword Research Tool von MOZ. Hier kannst du in wenigen Augenblicken das Potential von Keywords herausfinden. Mit der SEO Toolbar, der sogenannten MozBar, bekommst du eine Erweiterung für den Chrome Browser, mit der du schnell wichtige Daten zur aktuell besuchten Seite angezeigt bekommst.

Preislich bist du bei MOZ ab 100 Dollar im Monat oder 950 Dollar im Jahr dabei. Vorher lassen sich die Funktionen aber auch in einer 30-tägigen Probephase kostenlos ausprobieren.

Majestic

Neben amerikanischen und deutschen Anbietern hat es auch das britische Tool Majestic zu einiger Bekanntheit in Deutschland gebracht. Dabei liegt die Stärke hier ganz klar auf dem Off Page-Bereich, zum Beispiel bei der Analyse von Backlinks. Für eine umfangreiche On Page-Auswertung solltest du aber auf ein anderes Tool zurückgreifen.

Für die Nutzung werden mindestens 40 Euro im Monat oder 400 Euro im Jahr fällig. Hier liegt man preislich also unterhalb vieler anderer Angebote auf dem Markt. Einige Daten kannst du auch kostenlos und ohne Registrierung auf der Seite einsehen, indem du eine Webseite oder ein Keyword eingibst.

Seolytics

Bis Mitte 2016 war Seolytics ein weiterer Anbieter auf dem Markt für SEO Tools. Dann wurde Seolytics von Sistrix übernommen und in die Sistrix Toolbox integriert.

Searchmetrics

Eine SEO Toolbox aus Berlin bietet Searchmetrics. Auch hier hast du die Auswahl aus vielen Analysen für den Off Page- und On Page-Bereich. Wirf einen Blick auf deine Konkurrenz oder die Rankings für einzelne Keywords. Auch deinen eigenen Content kannst du im Detail auswerten.

Searchmetrics richtet sich allerdings eher an größere Kunden. So kann man die Software nicht einfach auf der Seite testen, sondern muss zuerst durch die Eingabe von Kontaktdaten einen Termin vereinbaren. Für den Start sind also wahrscheinlich andere Angebote besser geeignet.

OnPage Doc

Auch bei OnPage Doc handelt es sich um ein deutsches Programm. Wie der Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt hauptsächlich auf der On Page-Analyse. Aber auch für die Off Page Optimierung stehen Daten zur Verfügung, zum Beispiel im Bereich der Backlink-Analyse, oder der Betrachtung der Konkurrenz. Auch ein WDF*IDF Tool gehört bei OnPage Doc dazu.

Vor allem der Preis könnte für viele potentielle User interessant sein. Zwar wird keine vollständig kostenlose Version geboten, dafür ist man bei OnPage Doc schon mit knapp 23 Euro im Monat im kleinsten Paket und bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten dabei. Bei einer kürzeren Laufzeit erhöht sich auch der Preis. Wenn du die Möglichkeit haben willst, jeden Monat dein Paket zu kündigen, dann bist du ab 30 Euro monatlich dabei. Vorher lässt sich OnPage Doc aber auch 14 Tage kostenlos testen.

Welche SEO Software soll es sein?

Du siehst also: Der Funktionsumfang und auch der Preis einer SEO Software unterscheiden sich stark zwischen den verschiedenen Anbietern. Es ist durchaus möglich, kostenlos in das Thema SEO zu starten und die verschiedenen Gratis-Angebote der Programme zu kombinieren.

Bevor du dich dafür entscheidest, für eine bestimmte SEO-Software Geld in die Hand zu nehmen, solltest du sie vorher ausführlich getestet haben.

Trotzdem macht es absolut Sinn, sich direkt am Anfang mit dem Thema SEO zu beschäftigen. Schließlich besteht hier das Potential, langfristig und kostenlos große Besucherströme für deine Seite aufzubauen. Allerdings benötigt die Optimierung Zeit. Es kann schon einmal mehrere Monate oder sogar Jahre dauern, bis neuer Content tatsächlich über Google gefunden wird (manchmal passiert das auch nie). Daher kannst du gar nicht früh genug damit anfangen, deine Seite für die Suchmaschinen zu optimieren.

Wie am besten mit SEO starten?

Die einzelnen Schritte zur Optimierung einer Seite sind auf den ersten Blick ziemlich umfangreich. Grundlage ist aber immer eine technisch einwandfrei umgesetzte Seite. Dazu gehören beispielsweise schnelle Ladezeiten und eine übersichtliche Seitenstruktur.

Im nächsten Schritt geht es um deinen Content. Dieser muss von herausragender Qualität sein, um sich gegen die anderen Angebote im Netz behaupten zu können. Damit du Besucher über Google und die anderen Suchmaschinen auf deine Seite bekommen kannst, musst du natürlich Beiträge und Seiten zu entsprechenden Keywords erstellen.

Für den Anfang kannst du dich auf Keywords zu deinem Thema spezialisieren, die zwar nicht besonders häufig gesucht werden, dafür aber auch keine allzu große Konkurrenz vorweisen. Hier sind Erfolge schneller möglich.

Und durch sehr guten Content besteht auch die Chance, Links von anderen Seiten zu erhalten, die dir natürlich ebenfalls beim Ranking helfen.

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Informationen zum Autor

Hannes Jarisch

Hannes ist Redakteur bei Startstories. Seine Brötchen verdient er als Online Entrepreneur und Blogger. Er besitzt einen Master in BWL und einen Bachelor in Politikwissenschaft.

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