Mind Trace: Sieben Fragen Startup Pitch

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Mind Trace: Sieben Fragen Startup Pitch

Mind Trace im Sieben Fragen Startup Pitch. Wie kam es zur Idee, wie funktioniert das Geschäftsmodell und welche Erfolge hat man schon erreicht? Im Sieben Fragen Pitch stellen sich Startups selbst vor – Entdecke sie auf Startstories! #SiebenFragenStartupPitch

Frage 1: Erklärt das Startup in drei Sätzen.

Kurz gesagt: Mind Trace hat Software entwickelt womit es Gedanken lesen kann und all das durch eine Webcam. Unsere Software erkennt wo jemand hinschaut (Eye Tracking), wie sich jemand zu dem Zeitpunkt fühlt (Emotion Tracking), und den Pulsschlag misst. Wir bieten diese Messmethoden als Analyseservice für die Werbebranche an, um Werbung in welchem Format auch immer zu optimieren.

Frage 2: Was ist die Idee hinter eurem Startup und wie ist sie entstanden?

Wir haben beide unseren Doktor in Neurowissenschaften gemacht und uns ist irgendwann aufgefallen, dass immer mehr Leute aus dem Marketing im Institut aufgetaucht sind. Ab einem gewissen Zeitpunkt habe ich mich gefragt, was die denn hier machen. Zum Glück habe ich einen zu fassen bekommen und er hat ganz einfach geantwortet: „Wir wollen wissen wie unsere Werbung wirklich auf Menschen wirkt.“ Zu dem Zeitpunkt wurden fMRT Scanner oder EEG dafür verwendet. Wissenschaftlich totaler Humbug, aber woher sollte er das denn wissen? Wir dachten uns, die Frage lässt sich viel besser und schneller beantworten durch Emotion Tracking, wobei anhand des Gesichtsausdruckes gesagt werden kann wie sich jemand fühlt. So fing unsere Reise an.

Frage 3: Stellt euch und euer Team kurz vor!

Im Kern bestehen wir aus 2 Gründern: Dr. Adjmal Sarwary und Dr. Ivar Clemens. Adjmal kümmert sich größtenteils um den kommerziellen Bereich der Firma und Ivar um das implementieren unserer Algorithmen und unseres gesamten Systems. Darüber hinaus werden wir von einem professionellen Netzwerk unterstützt, dass viele Erfahrungen in der Werbebranche hat.

Frage 4: Was sind bisher eure größten Erfolge und was waren eure absoluten Tiefpunke?

Unsere größten Erfolge begonnen schon früh. Gleich zu Beginn haben wir uns für Gelder beworben, um unsere Idee in die Tat umsetzen zu können. Der Prozess selbst lief sehr glatt und das Komitee war sehr positiv über das Potential unseres Vorhabens. Wir haben z.B. auch nicht so einen Ansturm und Interesse aus der Industrie erwartet. Gerade wenn man aus dem Forschungsbereich kommt, ist die Umgebung plötzlich ganz anders. Den ersten Tiefpunkt haben wir dann auch schon kurz danach erfahren dürfen. Das lag sicher auch daran, dass zu Anfang zu viel glatt lief. Die Gelder die wir als erstes erhalten haben waren Teil eines größeren Prozesses der in Teil 1 und Teil 2 aufgeteilt war. Wir erhielten Teil 1 und haben all unsere Vorhaben umsetzen können. Wir waren also sehr zuversichtlich, dass wir Teil 2 auch bekommen werden, haben aber eine Absage erhalten. Der Tiefpunkt war so schwierig zu verarbeiten, weil unsere ganze Strategie auf diese Gelder ausgelegt war. Jetzt hieß es weitermachen oder aufhören. Wir entschieden uns weiter zu machen!

Frage 5: Warum seid ihr überzeugt davon, erfolgreich sein zu können und wie wollt ihr das in der Zukunft erreichen?

Wir sind davon überzeugt, dass ein Markt für diese Untersuchungen besteht und unsere Technologie und unser Service sind nicht nur zugänglich für die großen Firmen. Den großen Vorteil den wir haben ist, dass wir Neurowissenschaftler sind. Wir wissen mit welchen Messverfahren man welche Rückschlüsse ziehen kann. Abgesehen davon ist unsere Technologie einsetzbar in mehr als nur der Werbebranche, dass ist für uns lediglich der Start. In Zukunft möchten wir in Richtung eLearning und eHealth gehen.

Frage 6: Wie wird die derzeitige Marktsituation eingeschätzt? Wie schätzt ihr eure Konkurrenz ein?

Die derzeitige Marktsituation ist voller Potenzial. Videowerbung selbst wächst und wächst und alles findet online statt. In dieser Welt wo immer mehr immer schneller Werbung veröffentlicht wird, ist es nötig Analysen und Daten genauso schnell liefern zu können und gerade das können wir. Unsere Konkurrenz ist gut, viele fokussieren sich jedoch zu stark auf Emotion Tracking selbst und wir denken, dass ist nur ein Teil vom Puzzle. Wenn ich weiß wie sich jemand fühlt ist das interessant, aber ich muss trotzdem noch raten, was die Person zu dem Zeitpunkt gesehen hat und was mache ich wenn sich nichts am Gesichtsausdruck geändert hat?

Frage 7: Wie wurde das Startup bisher finanziert und wie soll es in Zukunft finanziert werden?

Wir haben anfangs Gelder als Unterstützung erhalten, die es uns ermöglichten unser System aufzusetzen und unsere Algorithmen zu implementieren. Als wir dann den zweiten Geldstrom nicht erhalten haben sind wir direkt auf Kundensuche gegangen. Wir bieten also momentan unseren Service an und finanzieren uns auch so. Sobald wir genug Kundenfeedback erhalten haben und sicher sind wir haben jetzt einen Service/Produkt wovon unsere Kunden nicht genug haben können, möchten wir skalieren und sind dann offen für Investitionen.

 

Ihr wollt euer Startup ebenfalls im Sieben Fragen Pitch vorstellen? Hier geht es zum Pitch: https://www.startstories.de/sieben-fragen-pitch/

Informationen zum Autor

Dr. Hoepfner von BAUR (Bild: BAUR)

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