Uniki: Sieben Fragen Startup Pitch

0

Uniki im Sieben Fragen Startup Pitch. Wie kam es zur Idee, wie funktioniert das Geschäftsmodell und welche Erfolge hat man schon erreicht? Im Sieben Fragen Pitch stellen sich Startups selbst vor – Entdecke sie auf Startstories! #SiebenFragenStartupPitch

Frage 1: Erklärt das Startup in drei Sätzen.

Uniki hat eine private Alternative zur Cloud für sichere Online-Zusammenarbeit und Unternehmens-Organisation entwickelt. Unser Plug&Play-Server ist genauso einfach und flexibel wie Dropbox und andere Cloud-Dienste, aber bei voller Datenhoheit und vollständiger Verschlüsselung. Das Besondere: Über den App-Store können Unternehmen nach Bedarf Module hinzunehmen, z.B. CRM oder Online-Shop.

Frage 2: Was ist die Idee hinter eurem Startup und wie ist sie entstanden?

Eine Cloud für jeden – ohne Kompromisse zwischen Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit. Das war unsere Vision. Es fing alles damit an, dass ich mir einen eigenen Server eingerichtet hatte, um meine Privatsphäre zu schützen. Von einem Geschäftsmodell war da noch keine Rede. Doch als das Thema Datenschutz mit der NSA-Affäre hochgekocht ist, haben wir im Freundeskreis beschlossen, Server zu bauen und zu verkaufen. Eine hohe Nachfrage, gewonnene Wettbewerbe und ein Exist-Stipendium mündeten schließlich in der Unternehmensgründung. Die Entwicklung der Software für den “einfachsten und sichersten Server der Welt” hat insgesamt 1,5 Jahre gedauert. Seit Mai 2017 ist uSpace nun auf dem Markt.

Frage 3: Stellt euch und euer Team kurz vor!

Das Uniki-Team besteht aus den beiden Gründern, Matthias und Roman, vier weiteren festen Mitarbeitern und Business Angel Matthias Jungmann. 2018 soll das Team um drei weitere Mitarbeiter wachsen. Damit möchten wir vor allem die Bereiche Entwicklung und Sales weiter ausbauen. Die Zusammenarbeit im Team ist sehr eigenverantwortlich über agile Methoden geregelt. Dabei wird die gemeinsame Richtung definiert, die Aufgaben angepinnt und von jedem Mitarbeiter selbstständig gezogen.

Frage 4: Was sind bisher eure größten Erfolge und was waren eure absoluten Tiefpunke?

Dass wir seit kurzem im Online-Shop von Conrad Elektronik vertreten sind, ist sicher ein großer Erfolg. Auch als wir die positive Rückmeldung über das EXIST-Stipendium bekommen haben, im Techfounders Accelerator und LMU Entrepreneurship Center aufgenommen wurden, haben wir uns riesig gefreut. Aber auch jeder einzelne Kunde gibt uns die Motivation, weiterzumachen. Letztlich sind es viele kleine Schritte, die den Erfolg ausmachen. Ein Tiefpunkt war sicherlich, als sich das Team vor der Gründung getrennt hat und alles so aussah, als wäre das das Ende für das Projekt. Wir haben uns aber aufgerafft und die Gründung zusammen mit unserem Business Angel durchgezogen.

Frage 5: Warum seid ihr überzeugt davon, erfolgreich sein zu können und wie wollt ihr das in der Zukunft erreichen?

Dass Cloud-Dienste eine große Rolle spielen werden in einer vernetzten Welt mit Digitalisierung und flexiblen Arbeitszeiten, darin sind sich alle einig. Es gibt aber enorme Datenschutz-Barrieren und auch Kostengründe, die gegen die Cloud und für lokale Infrastruktur sprechen. Wir sind überzeugt, dass für fast alle Anwendungsfälle lokale Infrastruktur die bessere Wahl ist. Dazu muss diese nur endlich so einfach und handhabbar werden wie die Cloud. Diese Brücke zu schlagen, haben wir schon in großen Schritten erreicht. Unsere Kunden sind durchwegs begeistert von der Einfachheit und haben ein gutes Gefühl, was ihre Daten angeht. Das wird sich herumsprechen. In Zukunft werden wir weitere Flexibilitäts-Vorteile der Cloud mit der Sicherheit der lokalen Infrastruktur kombinieren und dabei ganz stark auf den Service-Gedanken setzen, statt nur ein Hardware-Software-Paket zu verkaufen.

Frage 6: Wie wird die derzeitige Marktsituation eingeschätzt? Wie schätzt ihr eure Konkurrenz ein?

Es gibt praktisch keine vergleichbaren Produkte auf dem Markt. Wettbewerb kommt daher hauptsächlich aus der Ecke der Cloud-Dienste. Die können aber auch im Hinblick auf kommende Datenschutz-Gesetzgebung keine Datenhoheit garantieren. Die Cloud ist da sinnvoll, wo Lastspitzen ausgeglichen werden müssen, wird aber beim Betrieb von täglichen Anwendungen schnell extrem teuer. Das macht uns in den meisten Fällen zur besseren Wahl. Eine ähnliche Lösung wie wir hatte Protonet zu bieten. Auch Netzwerkfestplatten decken einige Bereiche ab. Wir unterscheiden uns, indem wir keine Kompromisse zwischen Einfachheit und Sicherheit sowie Privatsphäre machen. Außerdem bietet Uniki einen eigenen App-Store, der stetig um neue Anwendungen erweitert wird und Unternehmen das flexible Erstellen einer vollständigen Infrastruktur ermöglicht.

Frage 7: Wie wurde das Startup bisher finanziert und wie soll es in Zukunft finanziert werden?

Wir wurden von Januar bis Dezember 2016 durch das Exist-Stipendium im unteren sechsstelligen Bereich sowie durch den Techfounders Accelerator gefördert. Seit August 2016 ist Business Angel Matthias Jungmann an Bord, der das Startup sowohl finanziell als auch als aktives Teammitglied unterstützt und zehn Prozent der Anteile hält. Über die Erweiterung des App-Stores und Erhöhung der Reichweite durch weitere Marketing- und Vertriebsmaßnahmen möchten wir in Zukunft unseren Umsatz steigern und schon Anfang 2018 profitabel sein.

 

Ihr wollt euer Startup ebenfalls im Sieben Fragen Pitch vorstellen? Hier geht es zum Pitch: https://www.startstories.de/sieben-fragen-pitch/

Informationen zum Autor