Bits and Pretzels 2018 in München: Networking in Lederhose und Elevator-Pitches im Dirndl

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Die Bits and Pretzels war auch in diesem Jahr wieder die „Laptop und Lederhose“-Konferenz in der bayrischen Landeshauptstadt. Neben den vielen Workshops und Networkingmöglichkeiten kamen viele Besucher auch wegen des Oktoberfestes, welches von den Konferenzteilnehmern Jahr für Jahr besucht wird. Wer weiß, vielleicht hat der eine oder andere neben Maßkrug und Hendl die Idee für „das nächste große Ding“ bekommen?

Als geübter Konferenzteilnehmer sind die ersten Handgriffe auf einem Startup-Event ja feste Routine: Namens-Badge abholen, Goodie-Tüte durchkramen und die enthaltenen Gummibären direkt vernichten, ein schneller Blick durch die Menge um möglicherweise vertraute Gesichter zu finden und natürlich das Durchblättern des Konferenzprogramms. Als eines der größten Gründerevents in Süddeutschland hat es sich die Bits and Pretzels aber nicht nehmen lassen, im Anschluss für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

Die Speaker auf der Bits and Pretzels 2018

Berühmte Keynote-Speaker ist man in München gewohnt, zum Beispiel Hollywood Schauspieler Kevin Spacey oder auch Dauer-Entrepreneur Richard Branson. Auch Stefan Raab wurde hier schon gesichtet. In diesem Jahr konnte man Jan Böhmermann auf der Bühne erleben, der auf den ersten Blick eher weniger zu einer Gründerkonferenz passt. Immer für einen Skandal gut, sorgte er auch auf der Bits and Pretzels für Aufsehen. So kritisierte er die Wirtschaft und die Startup-Szene im Besonderen als zu fokussiert auf simples Geldverdienen. Um das eigene Leben zu entschleunigen würde er sich allerdings für den richtigen Preis auch von seinem Twitter-Account trennen, der aktuell mit einer Million Followern aufwarten kann. Auch zu Google und Facebook hat der TV-Satiriker eine Meinung: Sie gehören für ihn zerschlagen.

Nico Rosberg war ebenfalls als Speaker anzutreffen, natürlich in traditionell bayrischer Tracht. Nach seiner Karriere in der Formel 1 ist er jetzt auch als Investor unterwegs und plant sogar schon bald die Gründung seines eigenen Startups. Seine Botschaft an alle Gründungsinteressierten: „Plane nicht für den Exit, sondern um die Welt zu verändern.“

Außerdem auf der Bühne zu sehen waren unter anderem André Schwämmlein, Mitgründer von Flixbus, und Valentin Stalf, Mitgründer von N26, die beide mit ihren Unternehmen als Newcomer in Branchen mit eigentlich etablierten Playern durchgestartet sind und somit den einen oder anderen Tipp für die interessierte Menge parat hatten.

Zwischen Messegelände und Oktoberfestzelt

An den insgesamt drei Tagen der Bits and Pretzels fanden um die 5000 Gründer, Investoren, Entrepreneure und Interessierte den Weg auf das Münchner Messegelände und anschließend auf die Wiesn. Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr thematisch auf Krypto-Technologien und ihrem Potential für die Zukunft.

Neben zahlreichen Startups, die man bei der Startup Exhibition oder den Pitches näher kennenlernen konnte, waren auch Unternehmen aller Größenordnungen am Start, zum Beispiel die Deutsche Bank, Amazon, Audi oder Google. In Workshops konnte man sein Wissen zu den verschiedensten Themen aufstocken.

Wer wollte, konnte auch Ausschau nach potentiellen Mitgründern halten. Dafür war ein Matchmaking Team im Einsatz, welches sich persönlich darum kümmerte, dass man anderen interessanten Teilnehmern der Konferenz vorgestellt wurde.

Partytechnisch wurde natürlich ebenfalls einiges geboten. Während viele Teilnehmer schon die ersten beiden Eventtage im Münchner Nachtleben ausklingen ließen, stand am letzten Konferenztag mit dem Wiesnbesuch das Highlight der Bits and Pretzels an. Auf reservierten Plätzen im Festzelt konnte man sich hier zu den verschiedensten Themen austauschen. Und natürlich wurde auch die eine oder andere Maß getrunken.

Dem Bits and Pretzels-Team ist es auch in diesem Jahr gelungen, ein fettes Event auf die Beine zu stellen und neue Akzente für die Startup-Branche zu setzen. Manch einer wird schon jetzt auf den Termin für nächstes Jahr warten. Eine Sache ist dabei schon klar: Auch dann kann man mit Lederhose und Dirndl als Dresscode nicht viel falsch machen.

Fotos: Dan Taylor, Stefan Hobmaier, Bert Willer und Andreas Gebert

Informationen zum Autor

Hannes Jarisch

Hannes ist Redakteur bei Startstories. Seine Brötchen verdient er als Online Entrepreneur und Blogger. Er besitzt einen Master in BWL und einen Bachelor in Politikwissenschaft.

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