Mit Newscase zur eigenen individuellen Zeitung

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Der Slogan “The world in one app” resümiert die Dienste des News-Accellerators Newscase. Mit der digitalen App können Leser sich aktuelle Nachrichten individuell und passgenau aus einem Potpourri von über 100 teilnehmenden Publikationen zusammenstellen. Summa summarum stehen dem Leser damit jeden Tag mehr als 10.000 unterschiedliche Artikel zur Verfügung.

Personifizierter Qualitätsjournalismus

Eine App, die die Reizüberflutung an Informationen auf meine individuellen Bedürfnisse reduziert? Her damit. Das downloaden gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, da auf meinem Smartphone mal wieder ungenügend Speicherplatz vorhanden ist. Bei Anbetracht der Liste meine Applikationen stechen meine Top 5 Nachrichtendienste ins Auge, die ich für die Newscase-App opfere. Dieselben News sollten ja dort zu finden sein.
Nach erfolgreicher Anmeldung kann mit der Individualisierung begonnen werden. Sowohl die Artikelsprache, als auch die Interessengebiete sind einstellbar und tatsächlich entdecke ich vier meiner fünf Nachrichtendienste wieder, die ich durch ein kleines Häkchen abonniere. „Wir arbeiten mit den namenhaftesten deutschen Verlagen zusammen und wollen unser Angebot natürlich kurzfristig noch erweitern.“ erklärt Mitgründer Wanja S. Oberhof. Das Spektrum besteht aus qualitativ hochwertigen, redaktionellen Inhalten wie etwa dem Hamburger Abendblatt, Neues Deutschland oder Spiegel Online.
Zu meiner Freude mischen sich darunter sogar diverse Artikel internationaler Nachrichtendienste wie die der Washington Post oder dem Radio Canada. Kaum eine Spur von sensationslüsternen, werbungsbespickten Wortreihen, dafür unterschiedlichste Berichterstattungen zu einem Thema und darauf individuell abgestimmte News „Die App wurde für Menschen entwickelt, die wissen was sie interessiert und sich nicht mit Informationen aus nur einer Quelle zufrieden geben“ erklärt Gisbert Komlóssy, Geschäftsführer der Itan Group, Partner von Newscase.

Fairer Preis für Journalist und Leser

Profitieren sollen von der Berichterstattung beide Parteien: „Besonders wichtig ist uns dabei ein Geschäftsmodell aufzuzeigen, an welchem auch diejenigen partizipieren, die den Content erstellen.“ so Oberhof. Anders als bisherige News-Aggregatoren hat Newscase direkte Lizenzverträge mit den Verlagen. Diese Verträge beinhalten die unmittelbare Anlieferung aller Verlagsinhalte an Newscase und bieten den Verlagen gleichzeitig einen neuen Distributionskanal für Paid Content. Damit ist Newscase der erste Nachrichten-Dienstleister, den die veränderten Marktbedingungen durch das aktuelle Leistungsschutzrecht nicht tangieren. Der Rezipient zahlt eine Monatspauschale von 9,99 € und erhält somit Zugriff auf das gesamte Newsportfolio sowohl mit iOS, als auch mit Android Systemen. Oder er entscheidet sich für eine Free-Version mit den frei verfügbaren Inhalten, z.B. als informationswilliger Student, dem sowohl Zeit als auch Geld fehlt um verschiedene Zeitungen zu abonnieren.

Mobilität trifft Kooperationen

Für diese besondere Zielgruppe arbeitet Newscase intensiv mit careerloft, einem online Karrierenetzwerk zusammen. „Wir möchten unsere Mitglieder bei der Orientierung in der Nachrichtenflut unterstützen, damit sie immer bestens informiert sind.“ begrüßt Gründer Gero Hesse die Kooperation. Des Weiteren bildet die Unterstützung der öffentlich-rechtlichen Deutschen Welle für Newscase eine solide Basis für qualitative Berichterstattung. Guido Baumhauer, Distributionsdirektor der DW sieht vor allem einen Vorteil in der Personifizierung und der Anwendbarkeit auf diversen Mobilen Endgeräten. Den Fokus auf mobile Apps zu legen, erklärt COO und CFO Anja Mellage durch die „stets wachsende Zugriffszahl auf Nachrichten vom Smartphone und dem vielfachen Wunsch der bestehenden Kunden“.

Mit der Internationalisierung von „Niiu“ zu Newscase

Da dieses Phänomen dem globalen Trend entspricht, ist es wenig wunderlich, dass Newscase mit der Fokussierung auf die Smartphone App das Konzept international verfolgen möchte. Um somit Verständlichkeitsschwierigkeiten Abhilfe zu leisten, wurde Anfang 2014 der vorherige Name „Niiu“ zu Newscase simplifiziert. Noch im Jahr 2015 möchte das Team rund um Wanja S. Oberjof in erste internationale Märkte einsteigen. Als förderlich dazu erwies sich die Auszeichnung des Weconomy Award des Handelsblatt. Zudem nahm die newscase GmbH am Jahresanfang am 6-monatigen Accellerator Programm in New York teil. Somit hat sich neben Berlin und Goa (Indien) dort ein weiterer Standpunkt etabliert.

Inkomplette Technik aber komplett informiert

Tatsächlich habe ich nur eine der vorherigen online News-Apps behalten. Newscase kompensiert die anderen und bereichert mit allen sonst benötigten Informationen, indem es mir eine auf meine Interessen zugeschnittene Version der Weltneuheiten bietet. Obgleich dieses gewissermaßen zur Ausblendung diverser anderer sensationellen Mitteilungen führt, ich habe trotz massiver Selektion nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Au contraire, ich intensiviere sogar die Gebiete, die mich interessieren. Zu schade finde ich, dass die Technik unter dem mir gewohnten Standard liegt. Immens lange Ladezeiten vor allem auf dem Smartphone, schwarze Bildschirme und der dauernde ungewollte Wechsel vom Deutschen Menü in das Englische frustrieren. Zudem würde die Einstellung von Pushmitteilungen für ausgewählten Content mir ein noch sichereres Gefühl geben, aufgrund der Informationsdichte nichts übersehen zu haben. Trotz der ausbaufähigen Technik kann ich mich CEO Wanja S. Oberhof nur anschließen, der sagt:

„Wenn Facebook das „book for faces“ ist, so [ist Newscase] der „case for news“

und es lohnt sich definitiv diese Neuigkeiten-Hülle zu öffnen.

Informationen zum Autor

Vanessa Opladen

Vanessa ist Redakteurin bei Startstories. Zurzeit studiert sie Psychologie an der Universität Osnabrück.

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