MITPACKgelegenheit – der kostengünstige Versand

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Mitpackgelegenheit

Wer in der heutigen Zeit etwas kauft, seien es neue Möbel, eine Spielekonsole oder Sommerreifen für’s Auto, tut dies mit großer Wahrscheinlichkeit online. Alleine über die Plattform Ebay wechselten im vergangenen Jahr 2012 in über 39 Millionen Auktionen, Waren jeglicher Art ihren Besitzer.

Doch das eben ersteigerte Schnäppchen kann auf einmal ein ziemliches Loch in den Geldbeutel reißen wenn, gerade bei größeren Gegenständen wie zum Beispiel Fernsehern, auf den Käufer hohe Versandkosten zukommen.

Um diesen Entgegen zu treten entwickelten von 2010 bis 2012, Dr. Lars Schatilow mit seinem Gründungsteam Serena Messer und Armando Aita, unter dem Begriff des „Social Transport“ eine Plattform auf dem jedermann nun zum Transporteur von Waren werden kann. Das hat Vorteile für beide Seiten, der Versender spart sich hohe Portokosten und den Aufwand des Verpackens, der Transporteur kann durch den Transport von Waren seine Fahrtkosten reduzieren. Außerdem können individuelle Bedingungen für den Transport der Waren ausgemacht werden.

Zum Beispiel beim Ein- und Ausladen der Ware, was gerade körperlich schwächeren Personen zugute kommt, die dank der Hilfe des Transporteurs nun auch schwerere Dinge versenden können. Und versendet werden kann nahezu alles was der Stauraum hergibt! Nur Gefahrgut, Waffen, Drogen und sonstige Illegale Waren sind verboten. Und jedes Mitglied versichert beim Anmelden, solche Dinge nicht zu transportieren. Da die Plattformbetreiber „Selando GbR“ für die transportierten Waren nicht haftet, sind beide Parteien für den ordnungsgemäßen Ablauf verantwortlich.

Mitmachen dürfen nur registrierte Nutzer, die beiden Parteien haben sich beim abholen mit Personalausweis gegenseitig zu identifizieren. Ähnlich wie im Mittelalter, in der dieses Verfahren zum Warentransport alltäglich war, gibt es im Netzwerk eine Art „Pranger“ an der man schwarze Schafe melden kann. Mitpackgelegenheit ist mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzbar, wobei sich ein Großteil der Angebote und Ersuche auf die größeren Städte beziehen.

Informationen zum Autor

Joris Clement

Joris Clement

Joris ist Redakteur und prüft die technischen Sachverhalte. Zurzeit studiert er Informatik und Cognitive Science an der Universität Osnabrück.

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