Einfach mitfliegen – Wingly ist die Mitfahrzentrale für Flugzeuge

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Wingly – Die Mitflugzentrale

Eine Mitfahrzentrale kennst du schon, aber eine Mitflugzentrale? Tatsächlich funktionieren beide auf die gleiche Weise. Nur eben einmal mit Autos und einmal mit Flugzeugen. Bei Wingly fliegst du einfach bei Piloten mit.

Wer heute von A nach B muss, fährt immer seltener mit dem eigenen Auto. Die Alternativen sind ja auch zahlreich vorhanden: Neben der Bahn kannst du heute ganz einfach den Fernbus nehmen oder eine passende Mitfahrgelegenheit finden. Auch Fliegen ist für etwas weitere Strecken eine Alternative. Während ein Flug früher noch ein echtes Abenteuer war, ist es heutzutage schon Standard, für einen Tag nach London zu fliegen oder das Wochenende auf Mallorca zu verbringen. Wenn du das Fliegen wieder zu einem Erlebnis machen möchtest, dann schau mal auf der Seite von Wingly vorbei.

So funktioniert das Angebot von Wingly

Wingly bietet den gleichen Service wie eine Mitfahrgelegenheit. Anstatt mit dem Auto zum Ziel zu kommen wirst du aber geflogen. Auf der Wingly Seite kannst du die angebotenen Flüge durchstöbern und nach deiner perfekte Flugverbindung suchen. Neben Details wie Verbindung und Preis wird dir auch ein Profil des Piloten angezeigt. Bei Wingly sind Privatpiloten auf der Suche nach Passagieren für ihre kleine Maschine.

Fliegen ist natürlich nicht die günstigste Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Mit den Preisen der Mitfahrgelegenheiten oder dem Fernbus kann man hier nicht mithalten. Allerdings kannst du gegenüber manchem Linienflug und auch den Normalpreisen der Bahn einiges sparen. Du solltest aber auf jeden Fall flexibel sein, denn natürlich können die Flugverbindungen bei Wingly nicht mit der Auswahl der Verbindungen bei den Airlines mithalten. Außerdem kann es sein, dass ein Flug aufgrund von schlechtem Wetter abgesagt werden muss.

Wingly selbst stellt dann auch mehr das Erlebnis „Fliegen“ in den Mittelpunkt. Es geht nur nebensächlich darum, an ein bestimmtes Ziel zu kommen, sondern eher um das Abenteuer, in einer kleinen einmotorigen Maschine zu sitzen. Auch Rundflüge sind daher im Angebot.

Wer nutzt Wingly?

Die User, die in einem Flugzeug mitfliegen wollen, sind also auf der Suche nach Abenteuern. Eine Nachfrage nach dem Angebot von Wingly ist defintiv vorhanden. Gilt das auch bei den Piloten, die die Flüge anbieten?

Schon kurz nach dem Start der Plattform in Deutschland hatten sich circa 40.000 Piloten registriert. Die Seite löst für viele Hobbyflieger ein großes Problem: Wer einen Flugschein besitzt, muss im Jahr mindestens zwölf Flugstunden vorweisen können. Ein Flugzeug zu chartern ist allerdings sehr teuer. Wer als Pilot ein paar Passagiere mitnimmt, kann sich somit viel Geld sparen.

Gerade für Hobbypiloten war es immer umständlich, Passagiere für die eigenen Flüge zu finden. Diesen Prozess möchte Wingly genauso einfach machen, wie es auch schon bei Mitfahrgelegenheiten der Fall ist.

Die Gründer von Wingly

Hinter der Idee für eine Mitflugzentrale können eigentlich nur ein paar begeisterte Piloten und Mitflieger stecken. Und genauso ist es auch. Gegründet wurde das Startup von Bertrand Joab-Cornu, Emeric de Waziers und Lars Klein.

Bertrand legte den Fokus in seinem Studium auf Entrepreneurship und Startups und hat bereits einen eigenen Startup-Accelerator gegründet. Emeric ist seit vielen Jahren selbst Pilot. Die erste Flugstunde absolvierte er im Alter von 12 Jahren. Mit 15 konnte er bereits seinen Pilotenschein vorweisen. Außerdem ist er Mitgründer eines Fashion-Startups in Frankreich, „Esprit Co“, welches spezielle Militärhüte für Zeremonien verkauft. Mit diesem Unternehmen gelang ihm bereits ein Exit.

Der dritte Gründer von Wingly ist Lars Klein. Lars ist bereits seit seinem 16. Lebensjahr als Selbstständiger unterwegs und arbeitete bereits für Startups in Europa, den USA und auch China. Im Team versammelt sich also Gründerkompetenz mit der Leidenschaft fürs Fliegen. Ideale Voraussetzungen für Wingly.

Die Entwicklung von Wingly

Wingly ist zuerst in Frankreich an den Start gegangen und hat seinen Sitz daher aktuell auch in Paris. Anfang 2016 ist man auch auf dem deutschen Markt aktiv geworden, denn schließlich hat Wingly ein französisch-deutsches Gründungsteam.

Die Entwicklung macht deutlich, dass die Gründer ins Schwarze getroffen haben. Sowohl in Frankreich, als auch in Deutschland haben sich bereits sehr viele Piloten angemeldet und konnten Passagiere für ihren Flug finden. Der Markt für eine Mitflugzentrale ist dabei natürlich wesentlich kleiner als für eine Mitfahrzentrale, aber dies muss ja kein Problem sein.

Momentan sind die Gründer auch auf der Suche nach Verstärkung im Team, um weiter wachsen zu können. Vielleicht wirst du schon bald nicht mehr mit der Bahn zu deinem nächsten Termin unterwegs sein, sondern mit einer kleinen Propellermaschine, die du über Wingly gebucht hast.

Informationen zum Autor

Hannes Jarisch

Hannes ist Redakteur bei Startstories. Seine Brötchen verdient er als Online Entrepreneur und Blogger. Er besitzt einen Master in BWL und einen Bachelor in Politikwissenschaft.