Artrium: Sieben Fragen Startup Pitch

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Artrium im Sieben Fragen Startup Pitch. Wie kam es zur Idee, wie funktioniert das Geschäftsmodell und welche Erfolge hat man schon erreicht? Im Sieben Fragen Pitch stellen sich Startups selbst vor – Entdecke sie auf Startstories! #SiebenFragenStartupPitch

Frage 1: Erklärt das Startup in drei Sätzen.

Artrium ist die Online Galerie, bei der die User mitbestimmen, welche Kunst gefördert und ausgestellt wird. Wir bieten Künstlern aus der ganzen Welt eine einzigartige Plattform, ihre Arbeiten vorzustellen und mit der Community (den Usern) in den direkten Diskurs zu treten. Bei uns wird die artrium-Community zum Nachwuchsförderer, denn die Online Galerie ermöglicht in Verbindung mit einer App und regelmäßigen Ausstellungen Künstlern und Kunstliebhabern den möglichst barrierefreien Eintritt in die Kunstwelt.

Frage 2: Was ist die Idee hinter eurem Startup und wie ist sie entstanden?

Auf einer gemeinsamen Reise nach Kolumbien stellten wir fest, das hier anders über Kunst geredet wird. Es geht mehr um die Empfindungen und Eindrücke, die beim Betrachter entstehen. Kunst findet in Kolumbien überall statt, nicht nur in Galerien. Das hat uns beeindruckt. Wir sind selbst Kunstfans, jedoch kein Teil der Kunstelite. Es hat uns inspiriert, wie offen der Umgang mit Kunst in Kolumbien ist. Daher wuchs in uns die Idee, eine Online Galerie in Verbindung mit einer App und regelmäßigen Veranstaltungen zu entwickeln. artrium soll ein Ort sein, an dem Künstler eine Plattform erhalten, auf der sie ihre Kunst Menschen auf der ganzen Welt zeigen und sich mit ihnen austauschen können. Am Ende sind es die User, die entscheiden, welche Kunst auf unseren pop-up Vernissagen ausgestellt wird. Der klassische Mechanismus des Kunstmarktes wird um eine weitere Facette ergänzt, denn wenn besonders viele Menschen sich für etwas begeistern, ebnet dies im Idealfall Künstlern den Weg ins Rampenlicht – so funktioniert artrium. Dabei ist es uns eines besonders wichtig, egal ob digital oder in einer pop-up Galerie: die Arbeit von noch nicht oder weniger bekannten Künstlern, soll der Allgemeinheit zugängig gemacht werden.

Frage 3: Stellt euch und euer Team kurz vor!

Das Kern-Team sind wir zwei: Roger Barth und Ludwig Romberger. Als Gründer werden wir durch verschiedene Kuratoren und Kenner der Szene unterstützt, die auch ein Teil des artrium-Kuratoriums bilden. Verantwortlich für die technische Verantwortung für Entwicklung der App und von der Stunde null mit dabei, ist der Wiener Marc Edem.

Frage 4: Was sind bisher eure größten Erfolge und was waren eure absoluten Tiefpunke?

Tiefpunkte gibt es im Laufe unserer Arbeit immer wieder, denn wir merken natürlich, wie viel Ausdauer es braucht, um die alten Strukturen des Kunstmarktes aufzulockern und für mehr Dynamik am Markt zu sorgen. Unser größter Erfolg war und ist, das wir Teil des Berlin Art Bangs _THE HAUS sind und im Rahmen des Kunstprojektes zeigen können, wozu wir in der Lage sind. Wir zeigen dort in unserer pop-up Galerie, die übrigens im Keller des Hauses ist, wie sich Fine Art und Street Art auf unkonventionelle Art begegnen können. Die Community wächst dadurch ständig an und lässt und zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Frage 5: Warum seid ihr überzeugt davon, erfolgreich sein zu können und wie wollt ihr das in der Zukunft erreichen?

Mit artrium.me möchten wir ein deutliches Zeichen in der Kunstwelt setzen, denn wir verknüpfen die digitale mit der analogen Welt, dass gelingt bisher kaum einem Vertreter der Kunstszene. Unser Ziel ist es, unserer jungen Kunst-Community eine Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen und Kunstwerke hautnah erleben zu können – entspannt und unverstellt. Das ist uns wichtig, denn genau das ist Teil der artrium.me-DNA. Ob in Kirchen oder in abrissbereiten Bankgebäuden, wie zurzeit im Rahmen des Berlin Art Bang von _THE HAUS, artrium.me präsentiert Kunst an außergewöhnlichen Orten und sorgt so für eine Atmosphäre, in der sich unsere junge Zielgruppe wohl fühlt. Wir wollen den Markt öffnen und den unsichtbaren Talenten da draußen ein Gesicht geben.

Frage 6: Wie wird die derzeitige Marktsituation eingeschätzt? Wie schätzt ihr eure Konkurrenz ein?

Der Kunstmarkt funktioniert seit Jahren immer gleich. Nur sehr wenige Künstler werden von den wenigen Galerien ausgewählt und bekommen so die nötige Unterstützung für ihre Arbeit, doch meist zu Bedingungen, die nicht immer im Sinne der Künstler sind. Das zu ändern, ist unsere Mission. Das Scheitern von Auctionata als das Vorzeige-Startup im Kunstmarkt mag zwar den Anschein erwecken, dass die Kombination Digital und Kunst nicht funktioniert, aber es zeigt doch auch, wie viel Potential in dem Geschäftsfeld Kunstmarkt schlummert. Wenn verstanden wird, wie Digitalität und Kunst sich gegenseitig beflügeln, kann das alles bisher Bekannte verändern.

Frage 7: Wie wurde das Startup bisher finanziert und wie soll es in Zukunft finanziert werden?

Wir haben uns die finanzielle Unterstützung einer namhaften Kunstsammlerin sichern können. Sie ist von unserem Konzept genauso überzeugt wie wir und gleichzeitig eine großartige Förderin und Inspiration für uns. Weitere Finanzierungen über Investoren sind immer willkommen. Unser Business Model hat das Potential zu einem echten Selbstläufer zu werden. Das merken wir vor allem daran, dass unsere Events so enormen Anklang finden. Leute sind bereit dafür zu zahlen, einen unserer Events für sich nutzen zu können, also kein Vergleich zu einem Galeriebesuch – bei uns sind alle Teil der Kunstszene. Hinzu kommt, dass wir durch den Verkauf natürlich auch Provisionen erwirtschaften, die nicht nur uns, sondern auch unsere Künstler glücklich machen, denn wir sind in der Lage deutlich bessere Konditionen anzubieten, als es in der Kunstwelt üblich ist.

 

Ihr wollt euer Startup ebenfalls im Sieben Fragen Pitch vorstellen? Hier geht es zum Pitch: https://www.startstories.de/sieben-fragen-pitch/

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