JobNinja: Sieben Fragen Startup Pitch

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JobNinja: Sieben Fragen Startup Pitch

JobNinja im Sieben Fragen Startup Pitch. Wie kam es zur Idee, wie funktioniert das Geschäftsmodell und welche Erfolge hat man schon erreicht? Im Sieben Fragen Pitch stellen sich Startups selbst vor – Entdecke sie auf Startstories! #SiebenFragenStartupPitch

Frage 1: Erklärt das Startup in drei Sätzen.

JobNinja ist eine innovative Vermittlungsplattform für Jobs ohne akademischen Abschluss, wie zum Beispiel Aushilfskellner, Messehostess oder Praktikanten. Die Plattform ermöglicht es dem Bewerber, sich unkompliziert per Swipe – wie bei der Dating-App Tinder – für jeden beliebigen Job zu bewerben, in der U-Bahn, auf dem Weg zur Uni oder gemütlich auf der Parkbank. JobNinja bietet so ein einfaches und effektives Matching zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, indem die App automatisch die Jobanforderungen mit den Qualifikationen des Bewerbers vergleicht.

Frage 2: Was ist die Idee hinter eurem Startup und wie ist sie entstanden?

Die Idee für JobNinja war zuerst nur ein verrückter Gedanke. Wir haben beobachtet, dass das Recruiting in der Gastro-Branche immer schwieriger wird. Wir haben uns überlegt, wie man die Bewerbung so einfach wie möglich gestalten könnte. Ob Apps für spontane Unterkünfte, für Taxibestellungen oder für Partnervermittlungen, alles läuft heute digital ab – nur die Personalvermittlung eben nicht. Dabei nimmt die klassische Bewerbung so viel Zeit in Anspruch. Also wollten wir das „Tinder-Prinzip“ auf die Jobvermittlung übertragen, um den Bewerbungsprozess nicht nur deutlich einfacher, sondern auch effizienter zu machen. Vor allem Gastronomen haben es immer schwieriger, kurzfristig Personal zu finden. Große Portale wie Monster, Stepstone und Co. sind dafür zu umständlich und zu teuer. Es sollte also eine einfache Lösung sein, die Jobsuchende und Arbeitgeber mit nur einem Wisch auf dem Smartphone vernetzt. Wir haben uns umgehört, mit Arbeitgebern aus unterschiedlichen Branchen gesprochen und festgestellt: Hier gibt es einen großen Bedarf an einem einfach zu bedienenden Tool. Und so wurde aus unserem verrückten Gedanken dann eine konkrete App.

Frage 3: Stellt euch und euer Team kurz vor!

Wir sind zwei ganz unterschiedliche Charaktere. Ich, Mircea-Ioan Popa, war drei Jahre lang als Berater in einem internationalen Unternehmen für den Bau- und Immobiliensektor tätig. Danach wollte ich raus aus meiner Komfortzone und war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Die hatte ich mit meinem eigenen Startup eindeutig gefunden. Ich konnte das Projekt problemlos durchkalkulieren und behalte auch heute als CFO akribisch die Zahlen und Entwicklungsmöglichkeiten im Blick. Doch um meine Idee von der JobNinja-App umzusetzen, brauchte ich einen Programmierer – ein technisches Genie wie Laurent Meyer. Er hat mit seinen 21 Jahren bereits drei Jahre Erfahrung in verschiedenen Startups gesammelt. Das hat mich beeindruckt. Als CTO bei JobNinja hat er die komplette Struktur der App entwickelt – von der Landing Page über die Web-App bis hin zur Android- und iOS-App. Jeder von uns Ninjas sagt, was er denkt – ehrlich und direkt. Wir haben unsere Unterschiedlichkeiten schätzen gelernt und sehen das als klarer Plus für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln entsteht meist die beste Entscheidung.

Frage 4: Was sind bisher eure größten Erfolge und was waren eure absoluten Tiefpunke?

Positiv überrascht hat uns die Bereitschaft der Unternehmen eine neue Jobvermittlungs-Plattform zu nutzen – wir haben zurzeit über 200 Firmen aus München und Berlin, die bei uns Jobs anbieten. Unseren absoluten Tiefpunkt hatten wir mit der ersten Umfrage unserer Nutzer erreicht: das von uns umgesetzte Design passte nicht, das Angebot ist noch zu gering und manche Bugs wurden beanstandet. Eine unserer wichtigsten Philosophien bei JobNinja ist jedoch das Lernen: Wir experimentieren, erhalten Feedback und nutzen es, um die Qualität unserer Produkte zu steigern. Die Ergebnisse der Umfrage waren nicht gut… und das war im Nachhinein super: Wir haben viele Hinweise erhalten und unsere Produkte dementsprechend verbessert – unsere Nutzer sind mit den umgesetzten Änderungen voll zufrieden! Vom Tiefpunkt zum Erfolg – das ist eine der Stärken des JobNinja-Teams.

Frage 5: Warum seid ihr überzeugt davon, erfolgreich sein zu können und wie wollt ihr das in der Zukunft erreichen?

Wir sprechen viel mit unseren Kunden und tauschen uns ständig aus. Dadurch konnten wir Fehlentscheidungen vermeiden und mit wenig Budget ein Produkt anbieten, das genau den Kundenwünschen entspricht. Wir haben unsere App und die der Konkurrenz unseren Kunden gezeigt – obwohl unsere Wettbewerber teilweise hunderttausende Euro in die Entwicklung investiert haben, war die JobNinja-App der Favorit! Vor allem die einfache Bedienung und das funktionale Design haben überzeugt. Da wir eine Plattform betreiben, unterliegen wir Netzwerkeffekten: Je mehr Kunden sich auf der Plattform registrieren, desto größer ist der Kundennutzen. Dies führt schnell zu einem Schneeballsystem, so dass sich nach einigen Jahren nur noch ein Global Player etablieren kann, der die gesamte Recruiting-Branche dominiert: JobNinja!

Frage 6: Wie wird die derzeitige Marktsituation eingeschätzt? Wie schätzt ihr eure Konkurrenz ein?

JobNinja vermittelt im Gegensatz zu bestehenden Jobbörsen keine hochqualifizierte Jobs, sondern hauptsächlich Studentenjobs, wie Messe- oder Kellnertätigkeiten. Damit erschließen wir einen riesigen Markt. Unsere Hauptzielgruppe ist die Generation Y, die ohnehin den ganzen Tag mit dem Handy im Internet unterwegs ist. Diese kann sich ganz einfach auf dem Weg zur Uni oder in der Kaffeepause für Jobs bewerben. Außerdem verstehen uns nicht als Konkurrent, sondern als Partner für Anbieter klassischer Jobanzeigen. Beide Seiten generieren einen Mehrwert durch Synergie-Effekte: Etablierte Medienunternehmen können gezielt mittels JobNinja die junge Generation erreichen und damit die Reichweite der Jobanzeigen erhöhen. Medienunternehmen sind für uns Multiplikatoren: Durch diese Partnerschaften können wir unser Angebot an Stellenanzeigen binnen kürzester Zeit deutlich erhöhen und damit unseren Kunden, den Jobsuchenden, einen deutlichen Mehrwert anbieten.

Frage 7: Wie wurde das Startup bisher finanziert und wie soll es in Zukunft finanziert werden?

Wir haben eine lange Durststrecke hinter uns: Seit 1,5 Jahren finanzieren wir uns selbst – erst jetzt sind wir kurz vor dem Abschluss der Investorengespräche. Allgemein sind Investoren gegenüber Online-Geschäftsmodellen skeptisch – bevor sie investieren, wollen sie eine gewisse Anzahl an zahlungsbereiten Kunden sehen. Als Jungunternehmer tut man sich schon schwer bis dahin alles selbst zu finanzieren. Zurzeit sind wir auf der Suche nach Investoren zur Finanzierung unserer Marketingmaßnahmen für die Deutschlandexpansion. Ein in Deutschland noch vergleichsweise neuer Kooperationsansatz besteht in „Media for Equity“: Etablierte Medienunternehmen beteiligen sich an unserem Startup, indem sie für Anteile anstelle von Geld ein bestimmtes Werbebudget anbieten. Der große Vorteil dabei ist, dass wir auf das Know-how der Marketingexperten zurückgreifen können und im Interesse beider Parteien das Werbebudget bestmöglich einsetzen können.

 

Ihr wollt euer Startup ebenfalls im Sieben Fragen Pitch vorstellen? Hier geht es zum Pitch: https://www.startstories.de/sieben-fragen-pitch/

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