Curated Shopping für die Frau: Das ist Kisura

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Curated Shopping für die Frau: Das ist Kisura

Wie beschreibt man am besten ein Startup aus der Damenbekleidung? Genau, einfach die Vision der Gründerinnen erklären: Jede Frau ist auf ihre eigene Art und Weise wunderschön. Dieses Motto steckt auch in dem Namen Kisura. Auf Swahili, einer verbreiteten Sprache in Ostafrika, bedeutet dieses Wort „Zauberhaft schöne Frau“ – Perfekt für ein E-Commerce, welches sich zur Aufgabe gemacht hat individuelle Styling-Boxen an Frauen zu verschicken.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 verschicken die Stylisten von Kisura täglich aus dem Herzen Berlins Outfits an Frauen. Als persönliche Shopping-Plattform treffen die Gründerinnen Tanja Bogumil und Linh Nguyen damit genau den Nerv der Zeit. Wer in der heutigen Zeit keine Lust mehr auf volle Einkaufstraßen und Kaufhäuser hat, bestellt sich einfach im Internet Mode. Doch Kisura ist viel mehr als das: Nach detaillierten Profilangaben und persönlichen Telefonaten mit den Stylisten, werden so passende Outfits an die Kundinnen verschickt.

So funktioniert das Curated Shopping

Im ersten Schritt legt jede Kundin ein persönliches Profil an. Nach einer kostenlosen Registrierung ohne jegliche Verpflichtungen kann damit die eigene Sedcard erstellt werden. Mit dieser Sedcard können die Stylisten einen ersten Eindruck von dem Stil der Frauen einnehmen. In diesem Profil kann man dann Größe, Lieblingsfarben, bevorzugte Kleidungsstücke und allgemein Wünsche angeben. Ein weiterer Punkt auf der Liste stellt dabei der Budgetrahmen dar. Hier kann jede Kundin für die jeweiligen Bereiche wie Hosen, Blusen, Accessoires, Röcke, Kleider, Pullover, Schuhe und Jacken/Mäntel ihr Preislimit festsetzen. Die Preise gehen meistens ab 30 oder 50 Euro los. Zusätzlich zu diesen Angaben gibt es die Möglichkeit ein Bild von sich hochzuladen. Selbstverständlich ganz freiwillig und vertraulich, wie alle anderen Angaben auch. Im Anschluss können die Kundinnen ein persönliches Gespräch am Telefon mit einer der zugestellten Stylisten vereinbaren. Auch hier besteht kein Zwang, jedoch helfen die Gespräche den Stylisten in Berlin passende Outfits zu finden.

Jetzt beginnt die Arbeit für Kisura: Den 10 Stylisten stehen über 200 Marken aus Deutschland und dem Ausland zur Verfügung. Mit dabei sind auch ausgewählte Berliner Mode-Labels. Die Artikel werden je nach dem Budget sorgfältig ausgesucht und die individuelle Kisura-Box eingepackt. Wenn der kostenlose Paketdienst vor der Haustür klingelt, ist es nicht mehr weit zu neuen Outfits. Mit einer persönlichen und netten Notiz der Stylistin startet nun der Shopping-Marathon im eigenen Haus. Und wenn nicht das Richtige mit dabei ist – einfach per kostenloser Retoure bequem das Paket wieder zurück nach Berlin schicken. Mit in der Box liegt dann auch die Rechnung. Einfach gesagt bezahlt man nur, was man behält. Weitere Features sind Geschenkgutscheine von 25 € bis zu 1000 € und ein Magazin auf der Website zu Trends, Styling, Tipps zum Nachstylen und interessanten Interviews.

Wer steckt hinter den Online Stylistin Kisura?

Hinter dem Unternehmen stehen rund 40 Mitarbeiter, darunter auch zehn Stylisten. Der Werdegang der Modeexperten reicht von Mode-Handel über Mode-Journalismus bis zu Mode-Design. Hier zeigt sich eine bunte Mischung mit einem Feingefühl für Trends und Stilbewusstsein. Und dieses Gespür beweisen die Stylisten mit Outfits von Office Chic oder Easy & Casual und All White auf der Website, sowie auf Facebook, Instagram, Twitter, Google+ und Pinterest. Diese langjährige Erfahrung spiegelt sich auch in dem Erfolg wieder. In der hart umkämpften Startup Branche haben sie sich erfolgreich einen Namen gemacht und bisher schon über 40.000 Pakete verschickt.

Diesen Erfolg hat das Unternehmen den beiden Gründerinnen Tanja Bogumil und Linh Nguyen zu verdanken. Die beiden lernten sich während des Studiums an der Handelshochschule Leipzig (HHL) kennen und wurden Freundinnen. Aus dieser Freundschaft wurde gleichzeitig ein gemeinsames Interesse für die Gründerszene. Kurz nach dem Studium gründeten die beiden BWL-Absolventen auch schon ihre eigenen Startups: Tanja versuchte mit Modemeister Fuß zu fassen im Curated-Shopping. Und auch Linh, die mit fünf Jahren mit ihren Eltern aus Vietnam nach Deutschland kam, entdeckte ihre Leidenschaft für die Welt der Startups mit der Gründung der Bewerbungsplattform Vaovia. Beide Frauen sind also Experten auf dem Gebiet, etwas Neues und Innovatives zu schaffen. Auf Grund dieser gemeinsamen Erfahrung im E-Commerce und der Gründerszene starteten die beiden Freundinnen 2012 mit Kisura in Berlin durch.

Das junge Unternehmen wuchs rasant und konnte immer mehr Mitarbeiter einstellen, welche vor kurzem sogar in ein größeres Büro in Berlin-Mitte umziehen konnten. In diesem Jahr gewann Kisura knapp 100.000 Kundinnen, im Vergleich zum Vorjahr waren es 8.000 Kundinnen. Zu diesem Erfolgsrezept gehört aber nicht nur ein großes Team. Kisura legt besonders viel Wert auf den persönlichen Kontakt zu den Frauen via Telefonaten, Skype, Facebook, Instagram oder Kurznachrichten. Durch funktionierende Kommunikationstechnik zum Stil der Frau, so arbeitet dieses Startup. Die beiden Gründerinnen, Tanja und Linh, zeigen ihren Sinn für den Unternehmensgeist, indem sie mehrere Kooperationen mit Online-Shops und Berliner Modelabels, um das modische Angebot zu erweitern und jede Frau glücklich zu machen.

Meine eigene Erfahrung mit Kisura

Am Anfang war ich von der Idee noch nicht zu 100% überzeugt nur über das Internet und Telefonaten ein passendes Outfit für mich zu finden. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also meldete ich mich ohne Probleme bei Kisura an. Spaß machte es sogar, meinen eigenen Stil neu zu entdecken und eine Sedcard anzulegen. Und nach dem Telefonat wartete ich gespannt auf die Styling-Box. Wie meine Stylistin schon vorgewarnt hatte, zog sich diese Wartezeit ganz schön in die Länge. Als der Postbote endlich klingelte, konnte ich es kaum erwarten diese „Überraschungsbox“ zu öffnen. Die handgeschriebene Notiz aus Berlin stimmte mich positiv auf die Anproben ein.
Allerdings entsprachen die meisten Kleidungsstücke zum Teil nicht meinen Geschmack oder meiner Preisklasse. Es war zum Beispiel ein super schöner Lederrock mit dabei, der aber nicht in meinen Budgetrahmen lag. Und die mitgeschickte Bluse fiel leider zu groß aus. Problem ist bei dieser Stylingbox, dass man die Teile nicht einfach austauschen kann, sondern im Internet auf die Suche gehen muss.

Abschließend ist mein Fazit ernüchternd. Die Idee von Kisura scheint perfekt zu sein für Frauen, die sich gerne überraschen lassen und dabei nicht unbedingt ein Preislimit haben. Außerdem erspart das vielen den Stress in vollen Modeläden nicht richtig beraten zu werden. Die Beratung über das Internet und Telefon kann klappen, muss es aber nicht. Es gibt keine Garantie für perfekte Outfits. In meinem Fall hinderten mich die Preise am Kauf der Artikel. Dennoch rate ich jedem ein Versuch mit Kisura, denn die Überraschungen sind doch immer wieder schön und aufregen. Ganz nach dem Motto von Kisura: „Schön ist, wer sich wohl fühlt.“.

Informationen zum Autor

Lisa Niermann

Lisa Niermann

Lisa ist Redakteurin bei Startstories. Zurzeit studiert sie Politikwissenschaft an der Universität Mannheim.