Interview mit Klaus Wegner und Marvin Amberg, Gründer von Caseable

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Caseable Co Founder Klaus Wegner & Marvin Amberg (Bild: Caseable)

Caseable ist ein Startup, das einem die Möglichkeit bietet, seine ganz persönliche Hülle fürs eigene Lieblingsgerät zu designen. Das Besondere daran ist, dass man zu hundert Prozent selbst entscheiden kann, wie genau man was zusammenstellt und somit der Kreativität freien Lauf lassen kann. Zudem besteht eine Kooperation mit aufstrebenden Künstlern auf aller Welt, die ihre Werke auf der Webseite zum Gebrauch zur Verfügung stellen. Im Interview mit Klaus Wegner und Marvin Amberg, den Gründern von caseable, erfuhren wir spannende Details zu der Entstehung und Entwicklung des Unternehmens.

Wie seit Ihr auf die Idee von caseable gekommen?

Die Idee zu caseable kam uns während eines gemeinsamen Trips nach Kolumbien. Dort waren wir für unser erstes kleines Unternehmen PatchPeople unterwegs. Marvin und ich hatten ein Treffen mit dem kolumbianischen Militär, um ihnen unsere Anti-Moskito-Pflaster vorzustellen. Um unseren Verhandlungspartnern einen professionellen Eindruck zu vermitteln, hatten wir die Idee, unsere Laptoptaschen mit dem Firmenlogo von PatchPeople bedrucken zu lassen. Da wir aber keine Firma fanden, die uns einen individuell gestalteten Logodruck auch in kleiner Stückzahl anbot, dachten wir uns, okay, wenn das noch keiner macht, warum nicht wir?!

Warum habt ihr caseable in den USA gegründet?

Wir hatten von Anfang an den Traum es auf dem US-Markt schaffen und von dort aus zu expandieren. Zunächst hat es aber eine gefühlte Ewigkeit gedauert, überhaupt ein Arbeitsvisum für die USA zu bekommen. So begann eine nahezu endlose Reise durch den amerikanischen Behördendschungel, bevor wir caseable offiziell gründen konnten. Im Gegensatz zu vielen anderen Start-ups hat caseable zudem kein funktionierendes Konzept kopiert. Von der Idee bis hin zur technischen Umsetzung haben wir alles in Eigenregie entwickelt. Oft saßen wir bis in die Nacht in unserem ersten New Yorker Office um Stoffe, Reißverschlüsse und Drucktechnik auf Herz und Nieren zu prüfen. Schließlich musste alles perfekt sein, bevor wir im November 2010 unseren Online-Shop launchen konnten. Das war wahrscheinlich die anstrengendste Zeit – aber es hat sich definitiv gelohnt!

Wie funktioniert das Prinzip von caseable? Welche Vorteile bietet das Unternehmen und was hat man für Möglichkeiten innerhalb des Bestellvorgangs?

Wir bieten unseren Kunden die perfekte Kombination aus optimalem Schutz und individuellem Style. Von der Laptoptasche über Hüllen für iPad, Kindle, Tablet & e-Reader bis hin zum Smartphone Case. Das Beste daran: Alle Produkte sind ganz nach dem eigenen Geschmack zu 100% individuell gestaltbar, eben ganz wie der Slogan von caseable besagt „products that matter to you“. Mit unserem intuitiv bedienbaren DesignTool gestaltet man sich so kinderleicht und innerhalb kürzester Zeit sein persönliches Unikat. Von Schnappschüssen, Urlaubsbildern, ausgefallenen Mustern über Schriftzüge und Initialen bis hin zum eigenen Lebensmotto – der Kreativität sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt. Bei fast allen Produkten können außerdem die Farben der einzelnen Bestandteile (wie Reißverschlüsse, Innenseiten etc.) frei gewählt werden. Und: Wer nicht selbst designen mag, sucht sich ganz einfach sein Lieblingsdesign aus unserer Künstler-Galerie aus. Denn seit Anfang 2012 kooperiert caseable mit aufstrebenden und etablierten Künstlern weltweit. Eine Win-Win Situation: Wir können unseren Kunden exklusive Designs anbieten, den Künstlern wird über die Kooperation ein breiterer Markt und eine zusätzliche Einkommensquelle zugänglich gemacht.

An wen richtet sich die Geschäftsidee konkret – Also wer kauft die Cases?

Eigentlich richtet sich caseable an Jeden, der Spaß an richtig gutem Design und seinen eigenen Stil hat – und sein Gadget zudem noch optimal schützen will. Unsere Kunden finden sich in allen Altersgruppen, da Laptop, iPad, Smartphone & Co. heute nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken sind – und damit auch individuell gestaltbare Taschen & Hüllen für diese Gadgets. Schließlich zieht man sich ja auch nicht jeden Tag das gleiche langweilige graue Shirt an. Genau so verhält es sich mit unseren Cases.

In welchen Ländern kann man caseable bisher nutzen?

Bislang sind unsere Produkte in Deutschland & Österreich, UK, Frankreich und vielen weiteren EU-Ländern erhältlich. Zudem natürlich in den USA und Kanada. Die neuesten Länderregionen, die caseable erst seit kurzem beliefert, sind Russland und Australien.

Wo produziert ihr eure Cases und welche Materialien werden verwendet?

Neben dem Fokus auf perfekte Verarbeitung und Druckqualität, war es uns ein besonderes Anliegen unsere Produkte möglichst umweltfreundlich herzustellen. So werden im Fertigungsprozess wenn möglich recycelte Materialien verwendet. caseable’s Engagement beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf umweltbezogene Aspekte, sondern schließt auch die soziale Komponente ein. Anstatt die Produktion in Niedriglohnländer auszulagern, wird heute noch jedes Stück „on demand“ in Brooklyn und Deutschland in Handarbeit gefertigt. D.h. jedes Case wird erst gefertigt, nachdem die Bestellung bei uns im System eingegangen ist. Und das aus Überzeugung. Dadurch haben wir jedes einzelne Produkt immer im Blick und können so eine besonders hohe Qualität über den gesamten Fertigungsprozess hinweg sicherstellen. Die inhouse Produktion erlaubt es caseable ebenso in Sachen Geschwindigkeit ganz vorne mit dabei zu sein. Von der Bestellung im Online-Shop bis hin zum Versand vergehen meistens nur 1-3 Werktage. Wir sind fest davon überzeugt, dass caseable Kunden dieses Engagement schätzen und uns deshalb auch gerne unterstützen.

Wird caseable in der Zukunft das Sortiment vergrößern?

Caseable bewegt sich immer direkt am Puls der Zeit. Gerade in der Welt der Technik ist heute oft schon out, was gestern noch als der letzte Schrei galt. Mit den neuesten Gadgets wird es daher auch immer wieder neue Hüllen & Cases im Sortiment von caseable geben.

Hat caseable eine Zukunftsvision für sich selbst?

Neben einer kontinuierlichen Erweiterung unseres Produktsortiments, wollen wir vor allem den Künstlerbereich zu einer aktiven Community ausbauen. D.h. wir möchten einerseits unseren Kunden eine noch größere Auswahl an großartigen Designs anbieten und gleichzeitig den Künstlern eine Plattform zur Verfügung stellen, die ihnen erlaubt sich zu inspirieren und mit Gleichgesinnten kreativ auszutauschen.

Informationen zum Autor

Christoph David Schneider

Christoph David Schneider

Christoph ist Gründer vom Onlinemagazin Startstories. Zurzeit studiert er Business Information Management (B.Sc.) an der Hochschule Osnabrück.